Arktische Gletscher- & Höhlenwanderungen

Eigentlich sollten wir diese frostigen Aussichten ja gewohnt sein. Rund 15 Millionen qm der Erdoberfläche sind bedeckt von Gletschern. Da müsste es uns irgendwann einmal im Leben doch bereits geglückt sein, einen Fuß auf diese eisigen Felsformationen gesetzt zu haben.

Aber Fehlanzeige. Beim Gedanken an Schnee- und eisbedeckte Gletscher flüchten die meisten Deutschen lieber an den nächsten Karibikstrand.

Ihnen wird damit die wundersame Magie , die von einer Reise ins ewige Eis ausgeht, für immer verborgen bleiben.

Expedition Arktis: Abenteuerreise der besonderen Art

Wir wollen unseren Fußabdruck auf den mächtigen Gletschern der Arktis (für die Nachwelt) hinterlassen. Ja wir tauschen 2 Wochen Strandurlaub gegen eine Abenteuerreise im hohen Norden ein. Eine Reise, bei der wir in die faszinierende Welt von Gletschern und Eishöhlen eintauchen und vielleicht als stinknormale „Durchschnittsnomaden“ körperlich an unsere Grenzen gehen.

Uns ist bewusst, dass es ind er Arktis im Winter bis zu -50° C werden kann.Uns ist ebenfalls bewusst, dass wir eine breite Palette an potentiellen Reisezielen haben (die Arktis umfasst die Anrainerstaaten Norwegen, Russland (Sibirien), Dänemark (Grönland), Kanada, USA (Alaska etc.)

Gletscherwandern und Caving: das muss sein

Bevor wir mit unserer Reise beginnen, sei eines versichert. Gletscherwandern und Caving ist nicht ausschließlich den Profis vorbehalten. Auch wir können- ausgerüstet mit guten Wanderschuhen, dicken Thermosocken, Steigeisen, Karabiner, atmungsaktiver Kleidung sowie Helm, Stirnlampe und Wechselkleidung- in die unberührte Eiswelt vordringen. Wir sind jedoch gut beraten, eine Gletscher- oder Höhlenwanderung in einer gut organisierten Gruppe zu machen. Ein erfahrener Führer kennt die heimische Flora und Fauna der Arktis und weiß um unsichtbare Gefahren wie Gletscherspalten. Im Notfall ist adäquate Hilfe also immer vor Ort und wir würden nie solche lebensgefährlichen Fehler wie “ im Sommer in eine Gletscherhöhle“ gehen, machen. Die Gefahr von Eisbrocken erschlagen zu werden, wäre viel zu groß.

Tour 1: In Spitzbergen das Tor zum Nordpol aufstoßen

In diesem Sicherheitsbewusstsein starten wir unsere Abenteuerreise am Frankfurter Flughafen. Der Linienflug bringt uns in knapp 7 Stunden über Oslo nach Longyearben. Am anderen Ende der Welt sind wir herausgerissen aus dem Trubel und der Hektik des Alltags. Weite, karge Eiswüsten prägen das Landschaftsbild. Schon bald werden wir uns mit dem Gedanken anfreunden, dass in der Heimat der Eisbären, Polarfüchse und Seerobben das Auto als Fortbewegungsmittel keine Rolle spielt. Angekommen im Arktis Center wird uns das Schneemobil bzw. der Motorschlitten als das Verkehrsmittel der Region vorgestellt. Mit diesem praktischen Gefährt können wir große Distanzen zurücklegen und die entlegensten Winkel erreichen. Egal, ob Tag oder Nacht. Wobei…

Tag und Nacht sind hier relativ. Ab April herrscht hier Polartag, das heißt die Sonne geht nie richtig unter. In der Polarnacht im Winter dagegen bleibt es immer zappenduster. Nur das Nordlicht schafft dann einen magischen Lichtblick.

Unbeirrt von diesem einzigartigen Naturphänomen führt unser Weg an Pyramiden vorbei. Ja richtig gehört. Auch in der Arktis, gibt es Pyramiden. Allerdings handelt es sich hierbei um eine ehemalige Bergbausiedlung, die seit Anfang der 30er Jahre zur Geisterstadt mutiert ist.

Unser Ziel ist der Nordenskiöld Gletscher mit seiner beeindruckenden Abbruchkante. Von einer nahegelegenen Hüttenstation brechen wir auf, um in ca.5-6 Stunden das Gletscherplateau zu erreichen. Zum Abschluss des Tages begegnen wir dort in unmittelbarer Umgebung des Polarmeeres die Könige der Arktis: Eisbären.

Tour 2: Mit dem Blue Glacier Express in die (Eis-) Höhle

Tief. Immer tiefer. Zugegeben. Wer sich in die unterirdische Eishöhlenwelt Alaskas begeben will, der muss tief in die Tasche greifen. Die Luxus Polar Kreuzfahrt nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas verschlingt schnell mal einige Monatsgehälter des Durchschnittsverdieners. Entschädigt wird man dann aber durch den bizarren Blauton, den die Mendenhall Eishöhle rund 20km von Juneau entfernt, dem Besucher bietet. Mit dem Blue Glacier Express- einem knallig blauen Bus- gelangen wir zu diesem Naturwunder. Vor Ort führt uns ein ortskundiger Guide durch eines der berühmtesten Naturwunder Alaskas.

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