Klima der Arktis – beste Reisezeit

Das Gebiet der Arktis ist mit der Ausdehnung des Nordpolarmeeres gleichzusetzen. Dieser arktische Ozean schließt die Regionen von acht Kontinenten ein. Entsprechend zählen Gegenden Dänemarks (Grönlands), Finnlands, Islands, Kanadas, Norwegens, Russlands sowie der USA zu den arktischen Landschaftszonen. Für die Abgrenzung der Arktis nach Süden existiert keine einheitliche Definition. Gemäß vegetationsgeographischer Klassifizierung werden Nordpolarregionen als arktische Regionen bezeichnet, die der „10 ° C Juli – Isotherme“ entsprechen. Folglich übersteigt die Temperatur in diesen Gebieten im mehrjährigen Durchschnitt nie einen Mittelwert von 10 °C. Diese Gebiete sind an die nördliche Baumgrenze gekoppelt. Somit ist die dortige Landschaft ausschließlich von der Tundra geprägt. Hochwachsende Pflanzen existieren in diesen klimatischen Zonen nicht.

Die Arktis umfasst eine Küstenlänge von rund 45400 km. Die Landschaft ist facetten-, artenreich und ungemein faszinierend. Gletscher, Gebirgszüge, Hügellandschaften, Sümpfe, Wiesen sowie Tiefebenen prägen die arktischen Regionen. In diesen Landschaftszonen sind 6000 Tier-, bzw. 5900 Pflanzenarten angesiedelt.

Die Region ist als „ Frühwarnsystem“ für den Klimawandel zu verstehen. Die Auswirkungen des Klimawandels schlagen sich in diesen Gebieten massiv nieder. In Relation zum globalen Durchschnitt erwärmen sich dort sowohl Luft- als auch Wassertemperatur schneller. So stieg die Durchschnittstemperatur im 20. Jahrhundert in den dortigen Gebieten um 2 ° C, vereinzelt sogar um 5 ° C, an. Klimaforscher prognostizieren bis zum Jahre 2100 einen zusätzlichen Anstieg der Lufttemperatur um durchschnittlich bis zu 6 ° C.

An diese fortwährende Erwärmung sind weitreichende negative Konsequenzen gebunden. So belegen die letzten Jahrzehnte einen erheblichen Rückgang des arktischen Meereises. Die Eisdecke verliert kontinuierlich an Fläche und Dicke. Experten sagen voraus, dass der arktische Ozean in naher Zukunft während des Sommers überwiegend eisfrei sein wird.

Die konstante Erwärmung der Gebiete ist mit dem Auftauen von Permafrostböden verbunden. So hat sich der Anteil dieser Flächen auf der Nordhalbkugel seit dem Jahre 1990 um rund 7 % abgenommen. Tauende Böden forcieren den Klimawandel zusätzlich, da diese vermehrt Methan und CO 2 freisetzen. Daher werden Niederschläge weltweit zukünftig stark zunehmen.

Die Arktis besticht durch ihre Vielfältigkeit. Während des gesamten Jahres eröffnet die Region Besuchern konstant wunderschöne Eindrücke faszinierender Naturereignisse. Beeindruckende Naturphänomene sind ganzjährig zu beobachten. Der ideale Reisezeitpunkt orientiert sich an der Präferenz der einzelnen Besucher.

Abhängig vom Breitengrad entfalten sich regional bereits ab Ende Mai relativ besucherfreundliche klimatische Bedingungen. Objektiv fällt der beste Reisezeitpunkt für die Arktis somit in die Sommermonate. Aufgrund des abtauenden Meereises im Sommer erstreckt sich die ideale Zeit für Schiffreisen von Mitte Juni bis Mitte September. Nachfolgend werden die dortigen außergewöhnlichen Ereignisse im Jahresverlauf skizziert.

Januar bis März – Wunderschöne Naturphänomene und aufblühende Fauna

Das Intervall von Januar bis März ist das ideale Zeitfenster, um das überwältigende Himmelsschauspiel der Polarlichter zu erleben. Die Nächte sind während dieser Zeit lang, kalt und überwiegend wolkenlos. Die Intensität der Nordlichter ist von der Distanz zum Nordpol abhängig. Deshalb gilt je nördlicher die Region, desto faszinierender und beeindruckender fällt das Naturschauspiel aus. Die kostenlose Smartphone- App „ Aurora Forecast“ prognostiziert Vorhersagen der Polarlichter für weltweite Regionen. Die App wird mit Daten der US –Wetterbehörde sowie der Universität von Alaska gespeist.

Ende März stellen sich für Besucher zudem gute Bedingungen zur Beobachtung von Vögeln und Narwalen ein.

April bis Juni – Überragende Naturkulisse und gigantische Tiere beobachten

Die Zeit von April bis Juni bildet den besten Rahmen, um die unverfälschte Intensität großer Eisberge und unberührter Schneeflächen zu beobachten.

Von April bis Mitte Juni etablieren sich gute Voraussetzungen, die das Beobachten von Vögeln und Narwalen begünstigen.

Außerdem bildet die Zeit von April bis Juni die beste Zeit, um Buckelwale, Narwale zu sehen. Während dieses Zeitfensters zeigen sich außerdem verstärkt Belugawale in der Hudson Bay.

Von Mai bis Juni lässt sich zusätzlich die Mitternachtssonne genießen. Die „ weißen Nächte“ sind ebenso spektakulär wie die Polarlichter.

Mitte Juni können Touristen in der Regel die ersten Eisbären an der Küste sichten.

Juli Bis September – Spektakuläre Flora und Fauna bestaunen

Bis in die Monatsmitte des August strahlt die Mitternachtssonne.

Der Juli stellt den besten Zeitpunkt für die Sichtung von Eisbären an den unmittelbaren Küsten dar. Bis in den September sind sie in den Regionen gut sichtbar.

Von Juli bis Mitte August sind die ganzjährig besten Verhältnisse, die eine optimale Beobachtung der ansässigen Vögel und der Belugawale in der Hudson Bay garantiert.

Bis Mitte Juli treten kumuliert Buckelwale in den Regionen auf.

Von Juli bis Mitte September stellen sich durchgängig gute Bedingungen ein, die Touristen die Sichtung nahezu aller angesiedelten Tierarten ermöglicht.

September Bis Dezember – Himmelsspektakel Polarlicht; Attraktion des Winters

Bis in den Oktober hinein können Besucher Eisbären sowie Belugawale in der Hudson Bay sehen.

Während des Zeitraums von Oktober bis Ende Dezember setzten wieder die besten Verhältnisse ein, um die Nordlichter zu bestaunen.

Die arktischen Regionen stellen ganzjährig ein attraktives und interessantes Reiseziel dar. Das Gebiet besticht durch seine überwältigende Schönheit und sein Facettenreichtum. Während des gesamten Jahres eröffnet die Gegend Besuchern ein faszinierendes Erlebnis. Hier sind Naturphänomene und imposante Eindrücke nahezu allgegenwärtig.

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